„Auserw√§hlt“

auserw√§hlt‚ÄěAuserw√§hlt‚Äú ist ein raffiniert konstruierter Berlin Krimi , bei dem am Ende ein ganz besonderes Opfer auf der Todesliste des M√∂rders steht: der Leser. Im Berliner Stadtpark Steglitz wird die Leiche einer 59j√§hrigen Frau entdeckt. Helga Kramer war Lehrerin an einem Elitegymnasium in Leipzig und betreute musikalisch hochbegabte Kinder. In den Wochen vor ihrem Tod fand sie seltsame Botschaften: Rote Zettel lagen in ihren B√ľchern. ‚ÄěIch bin auserw√§hlt‚Äú, stand darauf. Jemand ist mit dieser Botschaft sogar bis in den Computer des Opfers vorgedrungen. Haben die Nachrichten mit Adrian zu tun, einem Wunderkind am Klavier, das sich Jahre zuvor das Leben genommen hat? Doch die Spur f√ľhrt zun√§chst nicht weiter. Es ermitteln die Kriminalpsychologin Clara Schwarzenbach und Hauptkommissarin Margot Kranich vom Landeskriminalamt 1 in Berlin. Erst als im Tiergarten die Leiche einer jungen Frau entdeckt wird, die zuvor dieselben Nachrichten wie Helga Kramer erhielt, muss das Ermittlerteam erkennen, dass mehr dahintersteckt als ein gew√∂hnlicher Raubmord. Die Ermittlungen f√ľhren immer tiefer in die verletzte Seele eines Kindes, das sich zu einer t√∂dlichen Maschine entwickelt hat. // (Klappentext)

  • Broschiert/eBook
  • Verlag: Eigenverlag (2013)

Spannend geschrieben, als wär man mittendrin dabei!
Die beiden Ermittlerinnen Clara Schwarzenbach und Margot Kranich suchen nach dem M√∂rder von einer Musiklehrerin. Rote Zettel lagen zuvor verteilt in ihren B√ľchern, ‚ÄěIch bin auserw√§hlt‚Äú. Was hat es damit auf sich? Wer ist auserw√§hlt? Und wieso musste die Lehrerin sterben?

Die spannende Jagd nach dem M√∂rder beginnt. Und auch die emotionale Seite kommt nicht zu kurz. Besonders in Clara Schwarzenbach konnte ich mich gut hineinf√ľhlen und fieberte auch mit den anderen Personen mit. Sie sind klar gezeichnet und ich hatte sie bildhaft vor Augen. Manchmal mit nur wenigen Worten klar umrissen, bilden alle verschiedene Pers√∂nlichkeiten, die es so wirklich geben k√∂nnte.
Was mir am besten gefallen hat, war auch diese sozusagen pers√∂nliche Seite. Es ist nicht nur eine stumpfe Suche nach dem T√§ter, sondern man hat wirklich das Gef√ľhl mitten drin zu sein, √† la: Auch du kannst das n√§chste Opfer sein.

Die Ermittlung ist super inszeniert. Man merkt, die Autorin hat Ahnung √ľber Kriminalpsychologie. Sachliches Wissen wird sehr gut in Szene gesetzt.

Kleinigkeiten, die mich irritiert haben, wie pl√∂tzliche Spr√ľnge in der Handlung, da sitzt man im Auto und im n√§chsten Satz steht man vor der Haust√ľr. Oder ein paar Nebens√§chlichkeiten, mit denen ich nicht sofort etwas anfangen konnte. Alles nur winzige Details, die das Lesen nicht erschweren. Der Fluss wird gehalten, und die Spannung kippt nicht.
Fazit: Spannender Krimi mit der Ermittlerin Clara Schwarzenbach, von der es hoffentlich bald noch weitere Geschichten geben wird! (MJ 2013)