Rezension: „Saeculum“

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FĂŒnf Tage im tiefsten Wald, die nĂ€chste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy -, normalerweise wĂ€re das nichts fĂŒr Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelĂŒftet wird, fĂ€llt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene WaldstĂŒck, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunÀchst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsÀchlich ein Fluch auf dem Wald? // (Klappentext)

  • Broschiert / eBook
  • Verlag: Loewe (2011, 4. Auflage)

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Mein erstes Buch von Ursula Poznanski war „Erebos“ und hat mich schwer begeistert, so auch „Layers“, wobei nicht ganz so stark wie „Erebos“.
Jetzt also „Saeculum“, das ich fast in einem Rutsch durchgelesen hatte, weil es mich wieder von Anfang an packen konnte. Es bleibt fast durchgehend spannend, auch in ruhigeren Abschnitten, die es durchaus gibt. Was genau lĂ€uft da eigentlich ab in dem WaldstĂŒck? Ist es wirklich verflucht oder wieso passieren so seltsame Dinge? Und wer kommt lebend wieder nach Hause? Wird es weitere Opfer geben?

„Saeculum“ lebt vor allem durch seine Charaktere. Jeder Protagonist hat seine eigene Geschichte, manche treten deutlicher hervor, manche weniger. Es handelt auch von menschlichen AbgrĂŒnden und wie weit jemand gehen wĂŒrde, um seine eigene Haut retten zu können.
Verfasst ist es abwechselnd aus der Sicht von Iris, einer geheimnisumwitterten Rollenspielerin, die ihre Zeit gerne auf MittelaltermĂ€rkten verbringt, und Bastian, einem Medizinstudenten, fĂŒr den das alles noch ganz neu ist und der diesen Schritt ins Abenteuer nur wagt, weil sein Schwarm Sandra ihn mitzieht, aber auch, um seinem arroganten Vater eins auszuwischen. Als erfolgreicher Arzt will dieser seinen Sohn unbedingt in seine Fußstapfen treten sehen und am liebsten auch nur lernend am Schreibtisch wissen.

Ein Buch, das die Leser scheinbar teilt: Ich habe es im Rahmen einer Leserunde in einer Facebook-Gruppe gelesen und nicht alle waren so begeistert, fanden es sogar langweilig oder haben abgebrochen.

Fazit: 5/5 Meiner Meinung nach aber ein Buch, das man nur lesen sollte, wenn man wirklich Zeit hat: Denn es lÀsst einen so schnell nicht mehr weg.